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Lommatzscher Rathaus

Gleich von welcher Seite man sich der Stadt nähert, die 3 stolzen Türme der Wenzelskirche heißen die Besucher herzlich willkommen. Der Stadtkern mit seinen dichtgedrängten Häuserreihen, den engen Gassen, Stadtkirche und dem stattlichen Rathaus legen Zeugnis ab vom Fleiß und dem Reichtum der Vorväter.


Wir beginnen unseren Rundgang am Markt, mitten im historischen Stadtkern von Lommatzsch. Der Markt ist untergraben von einer Vielzahl an Kellergewölben und Tunneln. Seit dem Jahr 1926 kam es wiederholt zu katastrophalen Einstürzen, die sich bis in die Gegenwart fortsetzten. Direkt am Markt befindet sich das Rathaus, welches 1934 völlig niederbrannte und bis 1738 komplett neu aufgebaut wurde. Bis zum Jahr 1940 befand sich hier die Gaststätte "Stadtkeller" bzw. "Ratskeller". Früher fand man hier ein Kriegerdenkmal für die in den Jahren 1870/71 gefallenen Soldaten. Dieses Denkmal wurde aus verkehrstechnischen Gründen auf den Bismarcksplatz (heutiger Sachsenplatz) verlegt und 1950 abgerissen.
Ebenfalls am Markt befindet sich die "Lommatzscher Postmeilensäule". Die originale Säule fiel leider dem 2. Weltkrieg zum Opfer. 1990 wurde eine neue Säule aufgestellt. Diese ist jedoch nicht mit dem Original identisch. Im ältesten Gebäude Lommatzschs, "Am Markt 14", ist das Stadtmuseum beheimatet.

Sehenswertes Stadtplan Lommatzsch
Sehenswertes Sehenswertes in Lommatzsch


Weiter geht es entlang der Meißner Straße Richtung des Meißner Platzes. Direkt an der Meißenr Straße befindet sich die "Löwen Apotheke". Dieses Gebäude ist geschichtlich recht interessant. Die Apotheke diente dem preußischen König Friedrich II. während seines Aufenthaltes im 7-jährigen Krieg als Quartier. Dem großen Stadtbrand 1734 fiel auch die Apotheke zum Opfer. Sie wurde 1735 wieder aufgebaut.

Wir befinden uns nun auf dem Meißner Platz. Hier, an der Kreuzung zur Kornstraße, befand sich das Wohnhaus von Otto Scheuffler. Otto Scheuffler war Mitglied der 1849 in der Residenz berufenen Kommunalgarde, welche zwei Barrikaden am opernhaus verteidigte. Otto Scheuffler schoss als einziger auf das Militär und musste nach der Niederschlagung des Aufstandes nach Brüssel emigrieren.

Unser Weg führt uns weiter entlang der Riesaer Straße bis hin zum Schützenhaus, dem "kulturellen Zentrum" der Lommatzscher Pflege. Dieses beherbergt als besondere Attraktion eine Westernbar - die Terence-Hill-Bar. Außerdem stellt das Haus einen großen und einen kleinen Saal für jegliche Arten von Veranstaltungen bereit.

Direkt gegenüber befindet sich der heutige Sachsenplatz. An ihm ist die Entwicklung der Stadt während des letzten Jahrzhunderts besonders deutlich zu sehen. Ursprünglich hieß der Platz "Kaiser-Wilhelm-Platz". Später wurde er umbenannt in "Reichsplatz" und anschließend in "Bismarckplatz". Während der Zeit der DDR hieß der Platz "Karl-marx-Platz". Erst 1990 bekam die Anlage ihren heutigen Namen: "Sachsenplatz". Jede Umbenennung war mit einer Umgestaltung verbunden.

Historisches mehr Informationen über das Schützenhaus Lommatzsch
Historisches Galerie zum Sachsenplatz


Lommatzscher Rathaus Wir gehen weiter entlang der Königstraße und der Döbelner Straße. Von dort begeben wir uns zum Bahnhof.
1907-1909 erfolgten der Bau und die Fertigstellung der Kleinbahnstrecke Lommatzsch - Meißen, die später ab Mertitz - Gabelstelle bis Döbeln errweitert wurde. Lommatzsch war einer der wenigen Spulwechselbahnhöfe. 1935 wurden in Lommatzsch 59000 Fahrkarten verkauft. Im Güterverkehr wurden 88000 t empfangen und 86000 t abgefertigt.

 

1877 Eröffnung der Bahnstrecke Vollspur Riesa - Lommatzsch, spätere Weiterführung bis Nossen.
Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Riesa - Nossen wurde die Voraussetzung zur Ansiedlung von Industriebetrieben geschaffen. So z.B. die Glasfabriken, die Fa. Moritz Buschmann (später Dämpferbau), Fa. Gotthardt & Kühne, Lommatzscher Obst- und Gemüseverwertung (später Elbtal), Carlswerk (später Carl Zeiss, Jena), Fa. Walter Jähnig (Autoreparaturwerk) u.a. Im Jahre 1897 gründete der 1844 im Kreise Sorau NL geborene Carl Menzel eine Glashütte in Lommatzsch, die später "Carlswerk" genannt wurde. Dank seiner Fachkenntnisse und Geschäftstüchtigkeit entwickelte sich der Betrieb zu einer der führendsten Glasfabriken Europas. In diesem Betrieb wurden 180 Arbeitskräfte beschäftigt. So wurde unter anderem das erste Dünnglas für medizinische und fotografische Zwecke in Europa hergestellt. Aber auch die sozialen Verhältnisse im Betrieb wurden von ihm beispielgebend für die damalige Zeit gestaltet. Für die Arbeiter des Carlswerks erbaut er an der unteren Döbelner Straße eine große Wohnsiedlung mit geräumigen Wohnungen, "In der Hütte" oder "Westend" genannt.

Zum Ende unseres Rundgang machen wir Station am Kirchplatz mit der Wenzelskirche. Baubeginn war 1504, die Mauern des Turms stammen noch aus romanischer Zeit. Die Kirche ist 21 m breit und 14,5 m hoch. Bis ca. 1528 befand sich der Friedhof rund um das Kirchengebäude. Die Wenzelkirche ist eine von nur viwér dreitürmigen Kirchen in ganz Deutschland. 1959 erhält die Kirche zwei neue Glocken, welche während des Zweiten Weltkriegs abgenommen und eingeschmolzen wurden.

Stadtplan Bildergalerie zum Stadtrundgang
Historisches Stadtgeschichte



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