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 Rathaus
 Markt & Tiefkeller
 Kirche
 Postmeilensäule
 Stadtmuseum
 Neckanitz Nr. 5

 

Lommatzscher RathausRathaus

Zwischen 1550 und 1555 im Renaissance-Stil, an der Stelle eines einfachen Vorgängerbaues, errichtet. Die Fassade erhielt 1904 ihr heutiges Aussehen. Bis zum Jahre 1940 befand sich im Rathaus die Gaststätte "Stadtkeller" bzw. "Ratskeller", die Räume werden heute von der Sparkasse genutzt.

Das Rathaus Lommatzsch gehört zu den markantesten und auffälligsten Gebäuden der Stadt. Durch verschiedenartige Umbauten sind mehrere Stilrichtungen erkennbar. Vom eigentlichen Gebäude sind noch erhalten: Kellergewölbe, 5 Festergewände EG und Schaft- und Simsgliederung.
1734 brannte das Rathaus komplett nieder. 1738 enstand der barocke Grundkörper, welcher auf den alten Grundmauern errichtet wurde. Davon noch erhalten: äußerlicher Baukörper mit Krüppelwalmdach, Dachreiter, Balkon, Fenster- und Türgewände.1841 wird der Ratskellersaal eingebaut und ein Flachbau auf der Marktrückseite angesetzt.1904 werden Veränderungen im Dachbereich der Hauptfassade durchgeführt. Davon sind noch erhalten: 3 Neorenaissancezwerchgiebel mit Jugendstilornamenten sowie südwestlicher und nordwestlicher Quergiebel. Sein heutiges Aussehen verdankt es dem Architekt Karl Schümichen.

Galerie Rathaus Bildergalerie Rathaus
Stadtrundgang Stadtrundgang

Markt & Tiefkeller

Lommatzschs historischer Stadtkern ist von unterirdischen Gängen durchzogen. Die Bergkeller entstanden ca. um 1300. Sie wurden in den Lößlehm gegraben und dienten der gekühlten Lagerung von Hab und Gut, aber auch dem Schutz vor Krieg und Feuer.

Seit 1926 kam es ab und an zu katastrophalen Einstürzen, die sich bis heute fortsetzen. Die genaue Lage der Gänge ist unbekannt. Sie sind aber zum Teil begehbar und in gutem Zustand.
Seit 1995 wird daran gearbeitet, die noch gut erhaltenen Keller zu sanieren und aufzuarbeiten. Die städtischen Bauten werden somit vor weiteren Einstürzen geschützt. Gleichzeitig wird aber auch mit der Einrichtung der Schaubergkeller der wichtigen Bedeutung der Anlagen im Mittelalter gedacht, ein Stück Geschichte der Stadt wird wieder zum Leben erweckt und erhalten. Das Schaubergkellerareal ist 122,5 m lang, hat eine Sohlentiefe von 4-7 m, eine Ganghöhe von ungefähr 1,75 m und ein Hohlraumvolumen von 320 m³. Seit September 2000 steht der Bevölkerung die Schauanlage „Tiefkeller“ zur Besichtigung zur Verfügung.

Galerie Markt und Tiefkeller Bildergalerie Markt und Tiefkeller
 Schaubergkeller Areal 360° Online Führung
 Stadtplan

Kirche

Die zwischen 1504 und 1514 erbaute spätgotische dreitürmige, einschiffige Wenzelskirche besitzt einen Saal mit Holzdecke. Der Barockaltar stammt aus dem Jahr 1714. Sehr interessant sind auch die Kanzel und die Grabdenkmale aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Die Mauern des Turmes stammen aus romanischer Zeit. 1514 Einweihung durch Bischof VI. von Saalhausen, 1525 Vollendung der Kirche in der heutigen gotischen Form.Sie ist eine der vier dreitürmigen Kirchen Deutschlands (die weiteren sind die Bethlehemskirche in Hannover-Linden, die Severinkirche in Erfurt und die Kirche in Oederan). Bis ca. 1528 befand sich der Friedhof rings um das Kirchengebäude. Die Höhe des Mittelturmes beträgt 56 m, die Seitentürme 48 m. Die Breite der Kirche ist 21 m und die lichte innere Höhe 14,5 m.
Die 1560 gegründete Kantorei hatte viele Höhepunkte in ihrem 435jährigen Bestehen. Über 30 Jahre leitete Kantor Seifert den Chor, die Kurrende und die Instrumentalgruppe der Kantorei. Anno 1714, den 9. Juni, ist der alte päpstliche Altar abgeschafft und an dessen Stelle der jetzige Altar von dem Holzbildschnitzer Paul Herrmann aus Dresden für 1075 rheinische Floren gefertigt worden.

Galerie Kirche Bildergalerie Wenzelskirche
Historisches Historisches zur Stadt

Postmeilensäule

"Die Lommatzscher Postmeilensäule". Sie wurde im Jahre 1726 auf der Südostseite des Marktes, oberhalb des Marktbrunnens, aufgestellt. Dort stand sie etwa bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts. Nach ihrem Abbruch ließ der Apotheker Herb die oberen Teile beim Bau einer Scheune an der früheren Promenade (jetzt Robert-Volkmann-Allee) einbauen. Bei einem Umbau wurden sie entfernt und auf dem Hofe der Apotheke aufbewahrt. Leider sind die Überreste der einst so schönen Säule 1936 ins Postmuseum Dresden überführt worden und so dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen. Eine neue Postmeilensäule wurde 1990 unmittelbar vor dem Rathaus aufgestellt. sie ist jedoch nicht mit dem Original identisch.

Stadtmuseum

Das älteste Fachwerkhaus der Stadt beherbergt das Stadtmuseum. Das Heimatmuseum Lommatzsch wurde in der 1. Hälfte des Jahres 1909 gegründet und 1911 der Bevölkerung zugänglich gemacht. Großen Anteil daran hatten Dr. Alfred Hennig und Julius Adolf Günther. Die angesammelten Zeitzeugen wurden im Rathaus ausgestellt und aus Platzgründen zum Markt 6 bis 1945 umgelagert.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Museumsgut im Rathauskeller deponiert. Im Oktober 1951 eröffnete das Heimatmuseum erneut, 1971 wurde es im Geburtshaus Robert Volkmanns am Kirchplatz 7 untergebracht. Dort arbeiteten die Herren Herbert Grund und Gernot Härtner ehrenamtlich. Ein Wassereinbruch zwang 1986 zum Abriss dieses Gebäudes. Das aus dem 15 Jahrhundert unter Denkmalschutz stehende Gebäude am Markt 14 wurde saniert und am 24. Oktober 1999 als neue Museumsstätte übergeben. Je ein Zimmer ist den Ehrenbürgern Carl Menzel, Terence Hill und Robert Volkmann als ständige Ausstellung gewidmet. Die Stadt- und Industriegeschichte befinden sich im Obergeschoss, für Wechselausstellungen stehen zwei Zimmer, eine Galerie und für Tagungen und Konferenzen ein Mehrzweckraum zur Verfügung.Weiterhin ist das Bergkellerareal immer einen Besuch wert.

Neckanitz Nr. 5 - Bürgerhaus und Museum für ländliches Brauchtum

Neckanitz Nr. 5 ist ein großzügiger Fachwerkbau, ein Bürgerhaus mit repräsentativem Charakter, dessen Baujahr in den Zeitraum um 1700 eingeordnet werden kann. Das ergaben die Untersuchungen der Holz-substanz. Das Gebäude trägt eindeutige Stilmerkmale der Renaissance. Das Balkengefüge im Dachgeschoss und nahezu alle Innen- und Außenwände des Obergeschosses sind aus der Entstehungszeit erhalten geblieben.

Gegenüber dem Gebäude an der Hofseite befand sich ehemals eine Scheune, die vor 1900 durch die heutige Scheune an der Nordseite des Hofes ersetzt wurde. Der Zierfachwerkgiebel, die große Stube und die anschließende kleine Stube im Erdgeschoss mit ihren Balkendecken, die Großzügigkeit des Baues sowie Überlieferungen verweisen auf die ehemalige Bestimmung als Sitz eines Amtsinhabers hin.

Die überlieferten barocken Formen zeigen einfache Sandsteingewände an Korbbogennischen, dekorativ gefasste Fensterlaibungen, schmiedeeiserne vergitterte Fensteröffnungen, Sandsteinfußböden, einfachen Kalkstuck an heruntergezogener Decke und Wölbungen in der Küche. In dieser Zeit hat man den Erdgeschossbereich der Südhälfte völlig umgebaut; die Südostecke ist als Mauerwerk gegenüber dem früheren Fachwerk neu aufgeführt, die Eingangssituation geändert, wärmedämmende Lehmputze innen vor das Fachwerk aufgebracht, Balkendecken verblendet, Wände versetzt, neue Öffnungen und Wandschränke angeordnet. Auch Dielung und Decken sind verändert worden.Eine zweite Umbauphase veränderte die Kochstelle und die Kaminführung, baut die Räucherkammer zurück, ersetzt und ändert eine Vielzahl von Türen und Fenstern und bringt weitere Putze auf. Später kommen Umbauten im Stall und in der Küche hinzu. Es folgen nur kleine Umbauten und Fensterwechsel, eine neue Treppe und die Dachdeckung wie auch die Elektrisierung sind in diesem Jahrhundert realisiert.

Durch den BUND der Ortsgruppe Lommatzsch erfolgte im Herbst 1998 das Anlegen eines Bauerngartens und im Jahr 2000 wurden Weinreben angepflanzt, die die Hauswände zieren . Die Einrichtung als Museum des ländlichen Brauchtums zur Vermittlung von Geschichtswissen, das anfassbare Erleben von Zeitzeugen ist für die Besucher ein Anliegen des Hauses. Aber auch an gesellige Zusammenkünfte ist gedacht. So stehen zwei Versammlungsräume, zwei Zweibettzimmer zur Übernachtung, eine Küche und ein Bad für Gäste zur Verfügung.

Galerie Neckanitz Nr. 5 Bildergalerie Neckanitz Nr. 5
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